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Fussball
cc flickr esparanta palma / Der Sonntag
06.08.2015

Begegnung beim Spiel: Flüchtlinge und Einheimische spielen gemeinsam

Flüchtlinge und Einheimische spielen gemeinsam Fußball, Volleyball und Tischtennis.

Über 20 Flüchtlinge folgten der Einladung der Wiener Neustädter Pfarre Herz Mariä und verbrachten den Mittwochabend, 29. Juli, beim gemeinsamen Fußball, Volleyball und Tischtennis im Funpark in der Pottendorfer Straße.

 

Auch die heimischen Jugendlichen waren sofort begeistert beim Fußballspiel und Tischtennis dabei. Kurz vor Spielende ist eine Familie aus der Umgebung mit einer großen Tasche Bekleidung vorbeigekommen, um spontan eine Kleiderspende zu überbringen.


Die Flüchtlinge waren für die herzliche Aufnahme in der Pfarre und das Buffet sehr dankbar.

 

Positive Stimmung

Von dieser positiven Stimmung waren alle Helferinnen und Helfer aus der Pfarre Herz Mariä so angetan, dass Pfarrgemeinderätin Gertrude Köck, die Einladung aussprach, dass das Ballspiel mit anschließendem Ausklang in der Pfarre jede Woche angeboten werden soll.


Christoph Watz (Katholische Aktion, Interreligiöses Forum),  der gemeinsam mit Jan Müller (Aktion Mitmensch) den Abend organisierte,

 

über die aktuelle Lage in der „Arena Nova“, in der bis Ende August 250 Flüchtlinge untergebracht sind: „Seit dem Soft-Gun-Schussattentat ist leider eindeutig zu spüren, dass die Situation angespannter ist. Der Angriff hat nicht nur Körperverletzungen bei sieben Flüchtlingen verursacht, sondern hat im gesamten Lager Angst und Unsicherheit ausgelöst.

 

Die feige und menschenverachtende Tat hat schlimme Auswirkungen auf die psychosoziale Lage der Flüchtlinge bewirkt. Das Leben auf beengtem Raum, ohne Privatsphäre, wurde noch belastender, weshalb solche Angebote außerhalb des Lagers sehr wichtig sind.“

 

Die Initiatoren möchten mit solchen Aktionen zeigen, dass die schweigende Mehrheit für eine menschenwürdige Unterbringung von Flüchtlingen ist. „Wir wollen uns aktiv für ein menschliches Miteinander einsetzen, weil wir die Angst verspüren, dass die Radikalität der Worte auf Facebook oder am Stammtisch vereinzelten Menschen die Scheu nimmt, auch radikale Taten zu setzen“, so Watz.