Mit dem Herbstsemester läuft an der Philosophisch-theologischen Hochschule Benedikt XVI. in Heiligenkreuz ein neuer Studiengang im Bereich Sozialpädagogik an. Entwickelt hat den zweijährige Lehrgang "Leib- Bildung - Identität. Entwicklungssensible Sexualpädagogik" (LBI) die deutsche Religionsphilosophin Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz gemeinsam mit einem Experten-Team. Das Angebot richtet sich an Personen, die mit jungen und erwachsenen Menschen im Bereich der Leiblichkeit, Sexualität und Identität pädagogisch arbeiten, berichtete Gerl-Falkovitz am Mittwoch, 26. August 2015 in der "Tagespost".
Der Lehrgang biete eine umfassende und wissenschaftlich ausgewiesene Aus- und Weiterbildung, die auf dem christlichen Menschenbild beruht und klassische europäische Ethiken einschließt, kündigte Gerl-Falkovitz an. Inhaltlich schließt er Erkenntnisse der Bindungs- und Hirnforschung mit ein, ebenso eine philosophisch entwickelte Phänomenologie der Leiblichkeit und zielt auf eine entwicklungssensible, alters-, geschlechts- und reifespezifische Vermittlung einer wertorientierten und gleichzeitig "unverkrampften" Sexualität ab. Neben Gerl-Falkovitz unterrichten im Lehrgang die Religionsphilosophin und Autorin Beate Beckmann-Zöller und Corbin Gams, Mitarbeiter der "Initiative Christliche Familie" der Österreichische Bischofskonferenz.
Der neue Studiengang beginnt mit dem Wintersemester 2015/2016 und ist auf acht Block-Module über vier Semester aufgeteilt. Absolventen sind ausgebildete Sexualpädagogen. Planung, Inhalt und Durchführung obliegt der "Initiative Christliche Familie" in Kooperation mit der Päpstlichen Hochschule der Zisterzienser.