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31.08.2015
Initiative "Trialog"

Fußball: Austria Wien trifft auf interreligiöse Auswahl

Sportfest "Trialog Respect Now Day" in der Wiener Generali-Arena soll Toleranz zwischen den Religionen fördern.

Im Zeichen des Gesprächs und der Begegnung zwischen Religionen steht am kommenden Sonntag, 6. September 2015, der "Trialog Respect Now Day" in der Wiener Generali-Arena, bei dem die Kampfmannschaft des Hausherrn, FK Austria Wien, auf eine Auswahl von Spielern aus Christentum, Judentum und Islam trifft. Auch die jüngsten Flüchtlingstragödien zeigten, dass Toleranz gegenüber Religionen "noch nie so wichtig wie jetzt" war, erklärte das interreligiöse Veranstalterteam am Montag, 31. August 2015 bei einer Pressekonferenz in Wien zu Details des gemeinsamen Sporttages.

 

Abwechslungsreiches Programm bei freiem Eintritt

Bei freiem Eintritt beginnt der "Trialog Respect Now Day 2015" ab 12 Uhr mit einem umfangreichen Kinder- und Jugendprogramm, gefolgt von einem Spiel der jeweiligen U14-Teams der FK Austria Wien und von Trialog, von Tanzvorführungen mit über 100 Schulkindern und der Verleihung des "Trialog Awards" für besondere Verdienste um interreligiöse Begegnungen in Österreich. Ein von Kindern der drei Religionen bemalter und von Österreichs Nationalspielern sowie dem Team der Borussia-Dortmund-Profis signierter "Ball of Respect" wird zugunsten einer Jugendreise nach Jerusalem versteigert.

 

Offizielle Vertreter der Religionen anwesend

Um Begegnung auch zwischen den offiziellen Vertretern der Religionen geht es um 17.15 Uhr, wenn in der Spielpause ein Geschenkaustausch vorgesehen ist. Die jüdische Gemeinde wird dabei vom Vizepräsident der IKG Wien, Chanan Babacsayv, vertreten, die christlichen Kirchen von Weihbischof Stephan Turnovszky, und auch die islamische Glaubensgemeinschaft wird einen Repräsentanten entsenden.

 

Sport als Brückenbauer

Gerade in einer Zeit der "Schreckensnachrichten" müsse Sport ein Brückenbauer sein, erklärte FK Austria-Vorstand Markus Kraetschmer gegenüber "Kathpress". "Fußball als Europas Sportart Nummer Eins ist oft in Zusammenhang mit Rassismus in den Medien. Bei Trialog soll es dazu gehen, Barrieren abzubauen und Leute ins Bewusstsein zu bringen, dass wir gemeinsam spielen - egal, welches religiöses Bekenntnis du hast", so der Finanzchef des Bundesligisten. In allen Abteilungen der Austria seien insgesamt 27 Nationen und somit "fast alle Weltreligionen" vertreten - weshalb man den Teamgedanken jenseits von kulturellen und religiösen Grenzen "bis in die Jugendmannschaften hinunter" vorleben wolle und die Initiative mit dem eigenen Stadion und der Kampfmannschaft unterstütze.

 

"Trialog Respect Now" wurde 2007 von einem Christ mit türkischen Wurzeln und einem Juden, Alexander Karakas und Micha Galibov, gegründet. 2008 wurde das erste Match angepfiffen. Im Logo der Initiative scheinen die Symbole der drei monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam auf - aufgrund derer vielen Konflikte untereinander im Laufe der Geschichte, wie Galibov gegenüber "Kathpress" erklärte. Der Sport könne Kinder und Jugendliche verschiedener Kulturen und Religionen Gemeinsamkeiten entdecken lassen, Vorurteile abbauen und somit zum positiven Umdenken bewegen - "denn schon eine Person kann enorm viel Schaden anrichten", so der Initiator.