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10.09.2015

Zweite „Pfarre Neu“ in Wien-Favoriten

Vier katholische Pfarren bilden ab nun die gemeinsame Pfarre „Christus am Wienerberg“ in Wien-Favoriten. Kardinal Schönborn feiert am 13. September einen Festgottesdienst zum Auftakt.

Der Diözesane Entwicklungsprozess APG 2.1 der Erzdiözese Wien ist voll im Gange, seine Umsetzung wird stetig weiterverfolgt. Seit 1. September bilden vier Pfarren die Pfarre Neu „Christus am Wienerberg“. Die gemeinsame Pfarre umfasst 12.000 Katholiken und beherbergt die zahlreichen Gläubigen der philippinischen Gemeinde. Das Seelsorgeteam der Pfarre Neu besteht aus dem Pfarrer und fünf weiteren Priestern (zusätzlich drei Priester, die die Filipinos betreuen).

 

Am kommenden Sonntag, den 13. September, feiert Kardinal Schönborn um 9:30 Uhr mit einem Gottesdienst zum Start in der Pfarrkirche „Christus am Wienerberg“ (Salvatorianerplatz 1, 1100 Wien). Dabei wird er der neuen Pfarre ein Evangeliumsbuch („Evangeliar“) überreichen, damit alle Gläubigen die Frohe Botschaft der Erlösung durch Jesus Christus verkünden.

 

Wohlwollen und Optimismus seitens der Pfarrer

Der Salvatorianer P. Johannes Neubauer SDS steht der Pfarre Neu als Pfarrer vor, für ihn ist sie ein erfreulicher Zusammenschluss: „Unter den Priestern gibt es gutes Einvernehmen, menschlich sowie theologisch, pastoral sind wir auf einer Linie“, betont Neubauer. „Es herrscht Wohlwollen und trotz mancher Bedenken merkt man bei den Pfarrmitgliedern die positive Einstellung sowie den optimistischen Blick in die Zukunft.“

 

Die Pfarre Neu „Christus am Wienerberg“ ist geprägt durch die Orden der Salvatorianer und der Oblaten vom Hl. Franz von Sales. Sie setzt sich zusammen aus den bisherigen Pfarren:

Dazu kommt die philippinische Gemeinde, die in der Kirche „Salvator am Wienerfeld“ Heimat gefunden hat, seit die Kirche „Maria vom Berge Karmel“ im vergangenen Jahr der syrisch-orthodoxen Kirche übergeben wurde. In den drei Kirchen der Pfarre Neu wird wie gewohnt Gottesdienst gefeiert.

 

Vom Kardinal angestoßener Entwicklungsprozess

Die Diskussion um einen Entwicklungsprozess der Erzdiözese Wien wurde im Jahr 2008 durch Kardinal Christoph Schönborn mit einem Hirtenbrief angestoßen. 2012 erhielt der Diözesanprozess unter dem Titel "APG2.1" konkrete Leitlinien:

  • Nachdenken über Aufgaben und Ziele zeitgemäßer Pfarrarbeit,
  • Umsetzen des Grundsatzes, dass nicht nur der Pfarrer oder das Seelsorgeteam, sondern alle Getauften und Gefirmten Träger der Mission der Kirche und damit auch der pfarrlichen Seelsorge sind,
  • Bildung größerer Seelsorgeeinheiten zur Erleichterung neuer Initiativen und zur effizienteren Bündelung der Ressourcen (Priester, Diakone, haupt- und ehrenamtliche Laien, Geld). Zielbild ist dabei die „Pfarre Neu“, die aus mehreren Teilgemeinden (bisherigen Pfarren) mit unterschiedlichen Schwerpunkten besteht und unter der Verantwortung eines Pfarrers von einem Team aus mehreren Priestern und Laien geleitet wird.

Weitere Pfarren Neu

Am 1. November wird sich in Wien-Favoriten die Pfarre „Göttliche Barmherzigkeit“ formieren. Mit Jahresbeginn 2016 wollen die drei vom Salesianeroblaten in Wien XIX betreuten Pfarren eine gemeinsame Pfarre Neu bilden, für 2017 sind zwei weitere Pfarren Neu in Wien-Fünfhaus geplant. Alle anderen Pfarren der Erzdiözese Wien werden heuer in Entwicklungsräume eingeteilt. Diese Entwicklungsräume haben als „Räume der Mission“ keine eigene kirchenrechtliche Organisationsform, legen aber fest, in welchem Gebiet sich über die Pfarrgrenzen hinaus Zusammenarbeit entwickeln soll.