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Sr. Gudrun Schellner  SSM
cc flickr esparanta palma / Der Sonntag
17.09.2015

„Dich schmeißen‘s eh gleich wieder raus"

Gudrun Schellner wird Pastoralassistentin, später Franziskanische Schwester.

„Ich komme aus einer Lehrerdynastie“, schildert Gudrun Schellner. Eltern und Großeltern sind Pädagogen.

 

Die ersten Jahre verbringt sie mit ihren sechs Geschwisters in Imst. Der Vater unterrichtet an der Gartenbauschule. Später wird in die Wohnung der Großeltern nach Wien gewechselt. Heimatpfarre ist St. Elisabeth in Wien-Wieden.

 

Geprägt wird sie von Pfarrer Hugo Unterberger: „Ich habe viele Fragen gestellt, er hat immer Antwort gegeben und meine religiöse Einstellung stark gefördert.“

 

Neidisch ist sie auf zwei ihrer Brüder, die im Salesianerinnenkloster ministrieren dürfen, „ich bin nur in der Bank gesessen“.

 

In St. Elisabeth wird Gudrun aber erste Ministrantin: „Ich war burschikos, da ist das nicht aufgefallen“.

 

Der Pfarrer motiviert Gudrun zum Studieren, denn eigentlich will sie Lehrerin werden. Sie beginnt in der Religionspädagogischen Akademie in Strebersdorf, macht aber auch Fachtheologie, um Pastoralassistentin werden zu können.

 

Einer ihrer Brüder nimmt sie öfter mit nach Wien-Simmering, wo sie Einkehrwochenenden bei den Franziskanischen Schwestern verbringen. Der Kontakt reißt auch während eines Auslandsjahrs in Tübingen nicht ab.

 

Immer öfter kommt sie dann hierher, auch um in Ruhe studieren zu können. In ihr wächst die Erkenntnis, selbst Klosterschwester zu werden: „Ich weiß zwar nicht, ob das mein Weg ist, aber ich will mir nachher nie sagen, ich habe es nie probiert“, setzt sie die Überlegung in die Tat um.

 

Ihre Mutter sagt: „Dich schmeißen‘s eh gleich wieder raus“..Dem ist nicht so. Sr. Gudrun Schellner heute: „Gott und mein Glaube sind mir wichtig, ich will konsequent leben und das ist eine Möglichkeit."