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Taube
Der Sonntag
30.09.2015

Steilvorlage für den Heiligen Geis

Der Papst wünscht sich von der Bischofssynode konkrete Lösungen und Antworten

Konkrete Lösungen und Antworten für die Schwierigkeiten, Herausforderungen und Entmutigungen der Familie in unserer Zeit – das hat sich der Papst von der Bischofssynode gewünscht, die am Sonntag in Rom beginnt (siehe "Drei Wochen, um Weichen zu stellen").

 

Er hat aber auch mehrmals gesagt, dass es dabei nicht nur um ein oder zwei Themen geht, sondern um sehr viel mehr.

 

Bei der Pressekonferenz am Rückflug aus den USA hat er ein paar aufgezählt: die Paare, die gar nicht heiraten, die Reife der Brautleute, die rechte Vorbereitung auf das Ehesakrament, der Glaube selbst („Glaube ich, dass es für immer ist? – Ja, ja, das glaube ich! – Aber glaube ich es wirklich?“).

 

Und das sind nur einige der Probleme, die die Ehe im heutigen Zeitalter betreffen. Dazu gibt es noch viele andere Themen zu den Kindern, den Einsamen, den Alten, den Migranten...


Meinem Gefühl nach sind drei Wochen Synode nicht der geeignete Rahmen, um sich wirklich in der Fülle der Themen auf „konkrete Lösungen und Antworten“ einigen zu können.

 

Ich traue dem Heiligen Geist sehr viel zu, aber ich wäre trotzdem nicht überrascht, wenn die Synode sich nur dazu durchringt, generelle Leitlinien zu formulieren und die Konkretisierung künftigen Arbeitsgruppen und dem Papst zu überlassen.

 

Die Synodenväter hatten zwar ein Jahr Zeit, sich miteinander vorzubereiten. Statt sich über Gräben hinweg auszutauschen, haben einige diese Zeit leider eher damit verbracht, ihre jeweiligen Positionen zu den „heißen Eisen“ einzuzementieren.

 

Der Heilige Geist hat wahrlich einiges zu tun...       

      
PS: Ein Jahr Zeit hatten auch wir, um Ihnen den SONNTAG in neuer Gestaltung schmackhaft zu machen.

 

Schreiben Sie uns doch, wie es Ihnen damit geht, was Sie schätzen gelernt haben, und was Sie immer noch stört. (redaktion@dersonntag.at)