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den Globus in der Hand
kathbild.at/Rupprecht / DDr. Michael H. Weninger
01.10.2015

Laudato si

Die großen Religionen haben mit ihrer jeweiligen Vorstellung von Gott und Schöpfung viel Gemeinsames. von  DDr. Michael H. Weninger

Mit seiner Öko-Sozial-Enzyklika „Laudato si‘“ hat Papst Franziskus auch dem interreligiösen Dialog kräftige Impulse verpasst.

 

Die großen Religionen haben mit ihrer jeweiligen Vorstellung von Gott und Schöpfung viel Gemeinsames. Auch verbindet sie die Sorge um deren Bewahrung zur Ehre des Schöpfers und zur Absicherung des Gemeinsamen Hauses für die künftigen Generationen.


Ein nachhaltiger, schonender  und gerechter Umgang mit der Umwelt, das Ernstnehmen der Schöpfungsverantwortung und Ressourcenschonung sowie ein daraus resultierender adäquater Lebenswandel in individueller und gemeinschaftlicher Praxis, gehören zum gemeinsamen Anliegen und weisen hin auf das grundsätzliche Verhältnis von Gott als Schöpfer und seinen Geschöpfen.


Islamische Gelehrte aus zwei dutzend Nationen verabschiedeten im August einen Aufruf zur aktiven Bekämpfung des schädlichen Klimawandels, dem sich mittlerweile Dutzende weitere führende islamische Persönlichkeiten angeschlossen haben.

 

In den USA sprachen sich über 400 Rabbiner in einer gemeinsamen Erklärung für mehr Öko-Gerechtigkeit aus. Die Anglikanische Kirche wieder fordert einen langfristigen Klimaplan, und Hindus sowie Buddhisten wollen dem Vernehmen nach demnächst eine Klimaerklärung veröffentlichen.  


Der für Ende dieses Jahres in Paris geplante Welt-Klimagipfel kann spannend werden.
Laudato si ...