Was passiert, wenn ein erfolgreicher und kreativer Autor bei seinem momentanen Projekt nicht weiterkommt, eine Schreibblockade hat?
Er schreibt ganz einfach ein anderes Buch. So jedenfalls ist es Otfried Preußler mit seinem Räuber Hotzenplotz gegangen.
Eigentlich war er ja dabei die Geschichte vom Waisenjungen Krabat zu schreiben. Aber irgendwie ging es nicht recht voran.
Zur Ablenkung, wie er selbst erzählt, beschloss er, sich mit einer ganz anderen Materie zu beschäftigen und eine Kasperlgeschichte zu schreiben.
Und zwar eine, die alle klassischen Figuren, einer Kasperlgeschichte hat: einen Kasperl, einen Seppel, eine Großmutter, einen Räuber, einen Polizisten und, wenn irgendwie möglich, auch natürlich einen bösen Zauberer, der zusätzlich Unruhe stiftet.
Herausgekommen ist eine lustige, spannende, teils sogar gruselige (Kriminal) Geschichte zum Vorlesen, oder auch zum Selberlesen:
Der Räuber Hotzenplotz nämlich hat Großmutters heigeliebte Kaffeemühle gestohlen. Kasperl und Seppel, die unmöglich auf Kaffee und noch weniger auf den dazugehörigen Zwetschkenkuchen mit Schlagobers verzichten können, beschließen der Großmutter ihre Kaffeemühle zurückzubringen.
Dazu müssen sie ja eigentlich nur den wilden Räuber Hotzenplotz fangen. Der Plan scheint ebenso einfach, wie genial!
Dass sie dann aber in die Hände des Räubers und des bösen Zauberers Petrosilius Zwackelmann geraten, war nicht Teil des Plans. Wird die Großmutter je ihre Kaffeemühle zurückbekommen? Und was wird aus Kasperl und Seppel?