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07.10.2015

Katholiken zur Wahl in Wien

Der SONNTAG hat die bei der Wahl in Wien kandidieren, zu einem Statement gebeten.

Christen, die aus dem Glauben die Welt gestalten wollen, sind in Europa eine Minderheit geworden.

 

Unser Verhalten gleicht aber dem einer beleidigten Mehrheit, die sich mit harscher Kritik begnügt oder vergangene Zeiten beklagt. Diese Haltung bringt uns aber nicht weiter, wo wir doch als Minderheit gestalterisch so viel anzubieten hätten, was in den politischen Entscheidungen oft fehlt. Mein Anliegen ist deshalb:

  • die Unantastbarkeit der Würde jedes Menschen.
  • die Erfahrung, dass menschenfeindliche Ideologien und Haltungen sich rasch ausbreiten, wenn sie nicht rechtzeitig zurückgewiesen werden (das gilt für Gender Mainstreaming genauso wie für Fremdenfeindlichkeit).
  • die Überzeugung, dass wir die Familie schützen und unterstützen müssen, damit sie als Leitbild in unserer Gesellschaft wahrgenommen wird und lebbar ist.
  • die notwendige Begrenzung staatlichen Handelns, um die Freiheits- und Menschenrechte zu schützen, heute insbesondere Gewissensfreiheit, Religionsfreiheit, Elternrechte, Eigentum.

Man kann heute von keiner Partei erwarten, dass sie schlechthin christliche Kernanliegen vertritt.

 

Zudem haben auch Politiker ihre persönlichen Mängel und Schwachpunkte. Dennoch: das neue ÖVP Grundsatzprogramm enthält beachtliche Passagen zu Familienpolitik und Lebensschutz, die für viele Funktionäre wesentlich sind. Meine Arbeit fällt in der ÖVP auf fruchtbaren Boden und erreicht dort größere Breitenwirkung.


Für alle Christen, die sich in der Politik engagieren wollen, gilt das Pfadfinderprinzip: Jeden Tag eine gute Tat. Jedes politische Gefühl sollte in eine Handlung übersetzt werden – ein Brief an einen Politiker mit Lob oder Kritik, ein Leserbrief, ein Posting in Social Media, u.s.w.

Gudrun Kugler, Gründerin katholischer Initiativen,

Gemeinderatskandidatin für die ÖVP



 

Mein besonderes Anliegen als Christ in der Politik ist – wie schon Papst Johannes Paul II. gesagt hat: „Keine Angst haben ,aber auch keine Angst machen“.

  • Christliche – und meiner Meinung nach auch sozialdemokratische – Politik ist es, zunächst einmal den Menschen zuzuhören. Nicht alles einfach hinnehmen, immer bereit sein zur kritischen Betrachtung, auch gegenüber der eigenen Partei.
  • Solidarität zeigen und nicht alles der Gewinnmaximierung unterstellen. Als Beispiel sehe ich hier die Allianz für den freien Sonntag.
  • Papst Franziskus ruft zum Jahr der Barmherzigkeit auf. Ich meine, das gilt es auch in der Politik umzusetzen, indem man einfach mitfühlend lebt.

In der aktuellen Situation passt die Meinung meiner Partei durchaus zur christlichen Botschaft. Die Bergpredigt wäre auch die richtige Botschaft.

 

In den Fragen der Verteilungsgerechtigkeit und der Nachhaltigkeit gibt es viele Überschneidungen. Zur Frage des Religionsunterrichtes gibt es verschiedene Auffassungen, obwohl ich meine, dass für alle ohne religiöses Bekenntnis ein Ethikunterricht angebracht wäre.


Als Katholik habe ich Prinzipien, die sich nicht immer mit der Parteienmeinung decken – Ehe – Familie.

 

Wobei ich selbstverständlich davon ausgehe, dass der respektvolle Umgang mit allen immer gegeben sein muss, ganz egal für welche Lebensform sich der Einzelne entschieden hat. Was mir aber bei meiner Partei auch gefällt, dass für Religionen auch noch immer ein Platz ist, wie sich dies zum Beispiel beim geplanten neuen religiösen Campus in der Seestadt widerspiegelt.


Ich meine, dass wo immer politische Parteien sind, Christen engagiert in ihrer weltanschaulichen Gesinnungsgemeinschaft mitmachen sollen.

Michael Glanz, Pfarrgemeinde- und Vikariatsrat,

Kandidat der SPÖ in  Margarethen


 


 

Zwei der grünen Grundwerte sind Ökologie und Solidarität – wir Christen würden wohl von Schöpfungsbewahrung und Nächstenliebe sprechen.

  • Meine politischen Herzensanliegen decken sich ganz gut mit der Enzyklika „Laudatio si“ von Papst Franziskus. Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit sind ganz eng miteinander verbunden.

Ich kann von den Grünen sagen, dass sie meine politische Heimat sind. Den Umgang miteinander empfinde ich familiär. Die Grünen sind basisdemokratisch organisiert. Diskussionsprozesse sind dadurch etwas länger und breiter angelegt, was mir manchmal etwas Geduld abverlangt.


Politik bildet Meinungen, um Mehrheiten in der Gesellschaft zu erreichen. Christen sollten sich nicht scheuen, ihre Wertvorstellungen in solche Meinungsbildungsprozesse mit einfließen zu lassen. Ich finde, dass z.B. die Caritas aktuell beim Thema Flüchtlinge sehr gut aufzeigt, was da möglich ist.“

Michael Beer, Pastoralassistent in Alterlaa,

kandidert in Liesing für die Grünen




 

 

Ich bin zwischen der österreichischen und türkischen Kultur (Mutter Österreicherin, Vater Türke) aufgewachsen. Schon von klein auf beschäftigen mich die Themen Religion und interkulturelles Zusammenleben/Integration. Deshalb habe ich neben meinem Beruf (Gründer von feelslikehome.eu) ehrenamtlich Projekte in diesem Bereich durchgeführt.

 

Mit Jesus als Vorbild, da auch er immer den Dialog mit anderen Menschen, auch die dezidiert nicht an ihn geglaubt haben, gepflegt hat (z.B. Trialog; ein jährliches interkulturelles Fussballmatch gegen die Wiener Austria, das auch von Weihbischof Turnovszky unterstützt wird). Ich führe den Dialog mit anderen Religion, damit diese sehen, dass man das Christentum nicht bekämpfen muss und Christen nicht köpfen muss, denn man ist Feind dessen, was man nicht kennt.


Ich kandidiere für die ÖVP, da sie für mich die einzige Partei ist, die für die Werte Familie, Tradition und Religion steht. Gleichzeitig ist die ÖVP die Partei der Wirtschaft und Unternehmer.

 

Um mehr Christen in der Politik zu haben, sollte es innerhalb der ÖVP einen weiteren Bund geben: PGR und Gemeindemitglieder/Ministranten!

Alexander Karakas Pfarrgemeinderat,

kandidiert in Leopoldstadt für die  ÖVP