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Wahlurne mit Wahlzettel
kathbild.at/Rupprecht, Franz Josef Rupprecht / Prof. DDr. Matthias Beck
08.10.2015

Notfalls das kleinere Übel

Gibt es für Christinnen und Christen so etwas wie eine „Wahlpflicht"? von Prof. DDr. Matthias Beck

Wir sind verwöhnt von funktionierenden Demokratien. Eine Demokratie lebt von der Möglichkeit, zu wählen und gewählt zu werden. Bürger können indirekt mitbestimmen über die Politik.


Wenn kein Mensch mehr zur Wahl geht, ist die Demokratie tot.

 

 

Wir werden gerade konfrontiert mit Flüchtlingen, die nicht wählen können. Sie wären froh, wenn Sie es könnten. Sie fliehen aus Ländern, wo Krieg herrscht, keine Ordnung, keine Demokratie.


Sie wären nicht hier, wenn sie Demokratie hätten mit Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Religionsfreiheit, Gewissensfreiheit, Gleichberechtigung von Mann und Frau, Rechtsstaatlichkeit.

 

Flüchtlinge kommen, weil sie die Werte der Demokratie bis hin zum Recht auf Asyl nutzen. Der Rechtsstaat bietet Schutz.

 

Von der Not der Flüchtlinge können wir vielleicht neu den Schatz der Demokratie lernen.

 

Gehen wir zur Wahl, solange wir es noch können.

 

Unsere Freiheit lebt davon. Selbst wenn keine Partei oder kein Kandidat oder keine Kandidatin hundertprozentig überzeugt, kann man trotzdem wählen, notfalls das kleinere Übel.