Dieser Umbau spiegelt die veränderte Situation wieder: Bei der Gründung im Jahr 1959 galt es, mit den wenigen in Wien lebenden Studierenden aus Afrika und Lateinamerika in Beziehung zu treten, mit ihnen zu leben, von ihnen zu lernen und ihnen, wenn sie in ihre Heimatländer zurückkehren, Wertschätzung für die Kultur und die katholische Kirche in Europa zu vermitteln.
Generalvikar Nikolaus Krasa: „Heute leben wir in einer Zeit großer, anhaltender Migrationsströme, die längst zu einer zentralen Herausforderung geworden sind“, – wobei für die Kirche die Mitarbeit an einer „Kultur der Aufnahme“ (Päpstliche Instruktion „Erga Migrantes“, 2004) und die Entwicklung einer „missionarischen Pastoral“ (ebendort) im Mittelpunkt stehen.
Krasa: „Die Delegierung der interkulturellen Kommunikation an ein eigenes Institut ist daher längst von dezentraler Kontaktnahmen in den Pfarren überholt worden bzw. von der Bildung anderssprachlicher katholischer Gemeinden, die seit Jahren stark wachsen und heute einen besonders lebendigen Teil der Kirche in Wien ausmachen.“
Dieser veränderte Kontext hat sich schon in den vergangenen Jahren auch in der Positionierung des Afro-Asiatischen Instituts wiedergespiegelt, das früher etwa auch eine zentrale Wohnstätte für anderssprachige Priester war und ein eigenes Studentenheim unterhalten hatte, zuletzt sich aber auf den Bildungsbereich konzentriert und unter der kompetenten Leitung von Geschäftsführer Nikolaus Heger und P. Mag. Christoph Matyssek fscb auch hervorragende Arbeit geleistet hat.