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11.10.2015
Angelus-Gebet am 11. Oktober 2015

Papst verurteilt "barbarischen" Anschlag und betet für Türkei

Durch Explosionen inmitten einer kurdischen Demonstration wurden am Samstag in Ankara nach vorläufigen Angaben 95 Menschen getötet und weitere 240 Personen verletzt.

Papst Franziskus hat den Terroranschlag in Ankara als "barbarischen Akt" verurteilt. In einem Beileidstelegramm an den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan versicherte der Papst allen Betroffenen seine Solidarität. Franziskus sei "sehr traurig" über die Toten und Verletzten, heißt es darin weiter. Den Familien der Opfer sowie den Rettungshelfern und Sicherheitskräften bekunde er seine "geistliche Nähe". Unterzeichnet ist das Schreiben von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin. Auch beim traditionellen Angelusgebet, am Sonntag, 11. Oktober 2015 auf dem Petersplatz gedachte der Papst der Opfer in Ankara.

 

Durch Explosionen inmitten einer kurdischen Demonstration wurden am Samstag in der türkischen Hauptstadt nach vorläufigen Angaben 95 Menschen getötet und weitere 240 Personen verletzt. Es sei schmerzvoll, dass der Anschlag unbewaffneten Personen gegolten habe, die für den Frieden demonstrierten hätten, sagte Franziskus vor einigen Zehntausend Menschen auf dem Petersplatz: "Ich bete für das geliebte Land und rufe Gott auf, die Seelen der Verstorbenen aufzunehmen und die Leidenden und die Familien zu trösten". Der Papst war Ende November vorigen Jahres in die Türkei gereist und hatte hierbei auch Ankara besucht.

 

Die Sonntagskatechese, die der Papst beim Angelus vortrug, bezog sich auf das Tagesevangelium vom "reichen Jüngling", der die Einladung Jesu nicht annahm. Was ihn gehindert habe, seien "Geld" und "Verführungskraft der herrschenden Idole" gewesen: "Das Geld, das Vergnügen, der Erfolg blenden, aber dann enttäuschen sie. Sie versprechen Leben, aber dann suchen sie den Tod. Der Herr fordert uns auf, uns weg von diesem falschen Reichtum, hin zum wahren Leben, dem vollen , dem authentischen, leuchtenden Leben, zu bewegen", erklärte der Papst. Weiter sagte er, wer mit demütiger Dankbarkeit die Liebe Gottes annehme, sei vor der "Verlockung der Idole" und der "Blindheit unserer Illusionen" gefeit.