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P. Bernd Hagenkord SJ
Der Sonntag
15.10.2015

„Mir war völlig klar, ich probiere das aus"

Bernd Hagenkord kommen während des Geschichtsstudiums Fragen nach dem Sinn.

Bernd Hagenkord erblickt 1968 im deutschen Ahlen das Licht der Welt. Als Bernd drei Jahre alt ist, stirbt der Vater. Die Mutter ist Lehrerin.

 

„Geprägt hat mich das MessdienerSein“, schildert er. „Die Selbstverständlichkeit, die ich als Priester habe, die habe ich nicht weil ich Priester bin, sondern weil ich zehn Jahre Ministrant war“, unterstreicht er.

 

In der Schulzeit schreibt Bernd kleine Artikel für die örtliche Zeitung und schnuppert in den Journalismus rein: „Um ein paar Mark dazuverdienen. Dabei habe ich Lust am Journalismus bekommen“.

 

Nach dem Abitur studiert er Geschichte. Es kommen immer mehr Fragen in Zusammenhang mit dem Glauben auf.

 

Bernd besucht öfter das nördlich von Hamburg gelegene Kloster Nütschau, von Benediktinern geführt. „Die Faszination am Ordensleben habe ich dort entdeckt. Mir war völlig klar, ich probiere das aus.“

 

Er weiß, „der Typ Mönch bin ich nicht“. Er besucht Ordensgemeinschaften und entdeckt die Jesuiten in Münster. Sie könnten passen.

 

„Beide Seiten probieren aus, ob das geht.“ Es funktioniert. Zwei Jahre  gehen vorbei und er sagt: „Ja, das will ich.“

 

Es folgen Philosophie- und Beendigung des Geschichtsstudiums. Mitarbeit in der Jugendseelsorge in Berlin und Hamburg, Theologiestudium in London.

 

Dann sendet ihn der Orden nach Chile: „Ich habe in zwei Pfarreien bei Santiago ausgeholfen.“  Er rechnet mit derBerufung in ein deutsches Bistum.

 

Es kommt anders. „Der liebe Gott tut nichts anderes als fügen“, sagt P. Bernd. Der Generalobere des Jesuitenordens entscheidet, dass er die deutsche Sektion von Radio Vatikan in Rom übernehmen soll. „So eine Chance bekommt man nur einmal“, freut er sich heute noch.