Markus Inama wächst in Hohenems auf. Der Vater arbeitet in einem Textilbetrieb, die Mutter ist zu Hause bei fünf Kindern.
Markus ministriert, später ist er Gruppenleiter bei der Katholischen Jugend. „Dann habe ich mich schrittweise vom religiösen Leben verabschiedet.“
Während der mündlichen Matura„gab es eine knifflige Situation, da war mir das Beten auf einmal ziemlich wichtig, obwohl ich es eine Zeit lang abgelehnt habe“.
Nach der erfolgreichen Reifeprüfung folgt Präsenzdienst, „danach war der Wunsch da, in die USA und nach Mexiko zu reisen.“
Markus setzt es um: „Ein halbes Jahr bin ich herumgereist. Das war für mich ein wichtiger Weg, weil ich dort begonnen habe, in der Bibel zu lesen.
Mir hat ein Mesner in einer Kirche in San Francisco das Neue Testament geschenkt, und da habe ich begonnen zu lesen. Das war für mich ein wichtiger Reisebegleiter. Es hat mir Mut gemacht und mich inspiriert“, unterstreicht er.
Nach der Rückkehr in die Heimat ist ihm noch nicht klar, wie er seinen Lebensweg fortsetzt.
Ein Bekannter ist Steyler Missionar, er schickt Markus zu Jesuitenpater Georg Sporschill nach Wien: „Ich habe nach einer Gemeinschaft gesucht, wo man gemeinsam arbeitet und betet.“
Markus arbeitet zwei Jahre lang in der Sozialarbeit für obdachlose Menschen mit, lernt auch den Jesuitenorden näher kennen: „Ich habe zum ersten Mal ignatianische Exerzitien gemacht, ein „Aha“-Erlebnis.“
Mit 24 Jahren bittet er um Aufnahme. Ordensmann zu sein heißt für ihn „für soziale Nöte eine Antwort aus dem Glauben zu finden“.