Begegnungen mit Jugendlichen und Appelle für den Umweltschutz werden Schwerpunkte der bevorstehenden Afrikareise von Papst Franziskus. Vatikansprecher Federico Lombardi bestätigte am Donnerstag, 19. November 2015, der Papst werde vom 25. bis 30. November wie geplant nach Kenia, Uganda und in die Zentralafrikanische Republik fliegen.
Nach den Terroranschlägen von Paris am Freitag war gemutmaßt worden, Franziskus werde zumindest die Reise in die als besonders gefährlich geltende Zentralafrikanische Republik absagen. "Der Papst ist nicht besonders um seine eigene Sicherheit besorgt", so Lombardi. Er denke eher an die vielen anwesenden Menschen. Die Anschläge hätten nicht viel an den Reiseplanungen geändert.
Wie Lombardi hinzufügte, sind in allen drei Ländern Fahrten im offenen Papamobil vorgesehen. Allerdings könnten sich die Pläne situationsbedingt auch kurzfristig ändern, räumte er ein.
Franziskus fliegt am kommenden Mittwoch, 25. November 2015 von Rom in die kenianische Hauptstadt Nairobi. Dort wird er unter anderem eine große Rede am Sitz des UN-Umweltprogramms UNEP halten. Außerdem stehen der Besuch in einem Slum, die Begegnung mit Tausenden Jugendlichen im Stadion der Stadt, eine Papstmesse auf dem Campus der Universität und ein interreligiöses Treffen auf dem Programm.
Am Freitag fliegt Franziskus weiter nach Uganda. Dort wird er in der Märtyrerkirche von Namugongo eine Messe feiern, in der Hauptstadt Kampala den Berichten von Jugendlichen zuhören und mit Vertretern der verschiedenen Religionen zusammenkommen.
Am Sonntag kommender Woche reist Franziskus dann weiter nach Bangui, die Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik. Neben einer Messe im Stadion ist dort unter anderem ein Besuch in der Hauptmoschee sowie in einem Flüchtlingslager geplant. In dem bettelarmen Land kommt es immer wieder zu Angriffen islamischer Milizen auf Christen.
In allen drei besuchten Ländern trifft Franziskus auch mit Regierungspolitikern und Diplomaten zusammen, bevor er am Montag, den 30. November, zurück nach Rom fliegt.