Nach einer Warnung vor islamistischen Anschlägen in Italien sind die Sicherheitsvorkehrungen für das traditionelle Angelus-Gebet mit Papst Franziskus auf dem Petersplatz am Sonntag, 22. November 2015 stark erhöht worden. Vor dem weiträumig abgesperrten Platz bezogen italienische Polizisten mit Maschinenpistole und schusssicherer Weste Posten. Die Einlasskontrollen waren erheblich verschärft. Polizisten durchsuchten schon auf dem Vorplatz Taschen und Rucksäcke der Gebetsteilnehmer. An den Eingängen zum Petersplatz gab es eine weitere Kontrolle. Für das Betreten des vorderen Teils war wie üblich das Passieren eines Metalldetektors erforderlich. Vor dem Petersplatz bildeten sich lange Warteschlangen.
Nach vatikanischen Angaben kamen mehr als 30.000 Menschen zum Angelus-Gebet. Damit gab es keinen spürbaren Rückgang der Teilnehmerzahl. Der Papst wendet sich beim Angelus-Gebet vom Fenster des päpstlichen Appartements im Apostolischen Palast aus an die Menschenmenge auf dem Petersplatz.