Die christlichen Kirchen in Österreich nehmen am Donnerstag, 17. Dezember, 2015 Abschied von Oberin Prof. Christine Gleixner. Die Pionierin der Verständigung und Versöhnung der christlichen Kirchen in Österreich starb am 29. November im 90. Lebensjahr in Wien. Durch ihren jahrzehntelangen vielfältigen Einsatz für das tiefere Bewusstwerden des gemeinsamen Glaubens wurde Christine Gleixner zur "Mutter der Ökumene" in Österreich und darüber hinaus.
Das Begräbnis von Christine Gleixner findet am 17. Dezember um 14 Uhr auf dem Kagraner Friedhof (1220 Wien, Goldemundweg 11) statt. Kardinal Christoph Schönborn leitet das Begräbnis, Metropolit Arsenios Kardamakis sowie Bischof Michael Bünker wirken mit, sodass der ökumenische Aspekt zum Tragen kommt. Am 18. Dezember findet um 18 Uhr im Wiener Stephansdom das Requiem statt, das von Weihbischof Helmut Krätzl geleitet wird.
Auch beim ökumenischen Empfang von Kardinal Schönborn am 13. Jänner 2016 im Wiener Erzbischöflichen Palais wird Christine Gleixners gedacht werden. "Die Mutter der Ökumene" war auch Thema eines Beitrags der ORF-Sendung "Orientierung" am Sonntag.
Der Sprecher der Wiener ökumenischen Stiftung "Pro Oriente", Erich Leitenberger, der mit Gleixner vier Jahrzehnte zusammengearbeitet hatte, berichtete in der Sendung über seine Erinnerungen. Das Verdienst Christine Gleixners sei, dass in Österreich eine "Ökumene auf Augenhöhe" entstanden sei. "Es war dann nicht mehr wichtig: Wer ist Majorität? Wer Minorität? Wer hat Anspruch auf mehr Redezeit? Sondern man hat erkannt: Alle sind Jünger Christi, alle sind an einem Tisch versammelt", so Leitenberger in der ORF-Sendung.