Die Caritas begrüßt einen Vorstoß von Justizminister Wolfgang Brandstetter nach einer europäischen Vereinheitlichung des Umgangs mit Geflüchteten und dem Asylrecht. "Wenn es um Schutz suchende Männer, Frauen und Kinder auf Flucht geht, brauchen wir nicht weniger, sondern mehr Europa", betonte Klaus Schwertner, Generalsekretär der Caritas der Erzdiözese Wien, am Dienstag, 8. Dezember 2015 in einer Aussendung. Die vergangenen Wochen hätten dies deutlich gemacht. "Es gibt hier keine österreichische, keine deutsche und keine griechische, sondern nur eine europäische Antwort. Und diese Antwort kann und muss eine menschliche sein", hob Schwertner hervor. Neben dem Armutsthema sei der Umgang mit Asylsuchenden längst zur "Schicksalsfrage" für die Europäische Union geworden.
Der Kurier berichtete in seiner Dienstagausgabe, dass Justizminister Brandstetter in Brüssel einen Plan für ein gemeinsames EU-Asylrecht vorgelegt hat. Er will demnach einheitliche Regeln für Anträge, Verfahren sowie eine fairere Verteilung der Kosten auf alle EU-Mitglieder.
Die Wiener Caritas betonte, dass sie bereits seit langem ein europäisches Asylsystem fordere. Zentral dafür sind nach Ansicht der Hilfsorganisation gemeinsame Verfahrens- und vergleichbare Anerkennungsstandards, mehr Solidarität zwischen den Mitgliedsstaaten, aber auch die Möglichkeit für Schutz suchende Menschen, Europa auf legalem Weg zu errei