Montag 11. Mai 2026

Schnellsuche auf der Website

kathbild.at/Rupprecht, Franz Josef Rupprecht
09.12.2015

Vergeben, wem zu vergeben ist

Wie kann ich das „Jahr der Barmherzigkeit“ spirituell nutzen? von Prof. DDr. Matthias Beck

Jeder Mensch hat einen anderen Menschen schon einmal verletzt.

 

Auch wir selbst wurden verletzt. Das hinterlässt Wunden. Wunden aber sollen heilen. Damit sie das können, ist jeder auf die Vergebungsbereitschaft des anderen angewiesen.

 


Wo nicht vergeben wird, tritt kein Frieden ein. Wer nicht vergibt, übt Macht aus, ist unbarmherzig.

 

Daher wird in der heilenden Botschaft darauf hingewiesen, dass der Mensch immer wieder vergeben soll, weil auch Gott ihm immer wieder vergibt.


So steht es im Vater Unser: „Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.“


Wer dem anderen nicht vergibt, dem vergibt auch Gott womöglich nicht. Hier wird der Mensch selbst zum Maß dessen, was er ersehnt.


Versuchen wir am Beginn des „Jahres der Barmherzigkeit“ vor allem an diesem Punkt mit unserem Leben aufzuräumen: Zu vergeben, wem noch zu vergeben ist.


Dies kann ein langer Prozess sein. Aber es tut der eigenen Seele gut und der des anderen. Es dient dem Frieden, auch zwischen Völkern. 

 

Jahr der Barmherzigkeit

 

Jahr der Barmherzigkeit in der Erzdiözese Wien