Papst Franziskus hat die Staaten zur gewissenhaften Umsetzung des Pariser Klimaschutz-Abkommens aufgefordert. Die "gesamte internationale Gemeinschaft" müsse den nun eingeschlagenen Weg "im Zeichen einer immer tatkräftiger werdenden Solidarität mit Eifer fortsetzen", sagte er am Sonntag, 13. Dezember 2015 zum Abschluss des Angelus-Gebets auf dem Petersplatz.
Der Papst ermahnte dazu, den vom Klimawandel besonders betroffenen Ländern zu helfen. Es müsse garantiert sein, dass insbesondere die "verwundbaren Bevölkerungen" hierbei berücksichtigt werden. Die Verwirklichung des Abkommens erfordere von jedem Einzelnen "eine einmütige Anstrengung und eine großherzige Hingabe", so Franziskus.
Zum Inhalt des Abkommens selbst äußerte sich der Papst nicht direkt. Es werde "von vielen als historisch" bezeichnet", sagte er. Franziskus hatte in den vergangenen Monaten immer wieder nachdrücklich einen Erfolg der Pariser Weltklima-Konferenz angemahnt.
Die Staatengemeinschaft hatte am Samstagabend in Paris ein neues internationales Klimaschutz-Abkommen verabschiedet. Nach zwei Wochen intensiver Verhandlungen hatten sich Delegierte von 195 Ländern darauf verständigt, die durchschnittliche Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen, möglichst sogar auf unter 1,5 Grad.
Das Abkommen sieht einen Mechanismus zur Überprüfung und Anpassung der zugesagten nationalen Klimaschutz-Maßnahmen vor. Ferner wird den besonders bedrohten Ländern Unterstützung im Fall klimabedingter Schäden zugesichert. Dazu sollen ab 2020, wenn das Abkommen in Kraft tritt, jährlich 100 Milliarden Dollar für Klima-Hilfen in armen Ländern zur Verfügung stehen. Diese Mittel sollen in den kommenden Jahren weiter aufgestockt werden.