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14.12.2015
Öffnung der Heiligen Pforte in Wiener Neustadt

Militärbischof für mehr Aufmerksamkeit füreinander im Heiligen Jahr

Werner Freistetter durchschritt Heilige Pforte an St.-Georgs-Kathedrale in Wiener Neustadt.

Das Jahr der Barmherzigkeit ist eine gute Gelegenheit, die Aufmerksamkeit füreinander neu zu üben. Das betonte der österreichische Militärbischof Werner Freistetter am Sonntag, 13. Dezember 2015 in der St.-Georgs-Kathedrale an der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt. Im Rahmen eines Festgottesdienstes öffnete der Bischof die Heilige Pforte. Damit wurde das Jahr der Barmherzigkeit für die Militärdiözese offiziell eröffnet, so wie am dritten Adventssonntag weltweit in allen Diözesen.


Pforte ist Wachhütte mit Schranke

Die Pforte, in Form einer Wachhütte mit Schranke, steht im Eingangsbereich der Kirche und lädt von nun an die Gläubigen zum Eintreten ein. "Wir haben unter den Soldaten nachgefragt, welche Art der Pforte für sie am eindrücklichsten ist. Eine große Mehrheit hat sich für den Wachschranken, der vor Bundesheergebäuden steht, ausgesprochen", berichtete Militärbischof Freistetter.

"Eine solche Pforte zu durchschreiten ist etwas Besonderes und symbolisiert den Eintritt in den besonderen Raum der Kirche", betonte der Bischof in seiner Predigt. Die Pforte sei direkt aus der Lebenswelt der Soldaten entnommen und somit ein "lebendiges Symbol der Heiligung des Alltags". Die ganze Welt stehe in der heutigen Zeit vor der besonderen Frage nach Barmherzigkeit, deswegen sei es ein wichtiges Zeichen von Franziskus gewesen, das außerordentliche Heilige Jahr auszurufen. "Wir sind füreinander verantwortlich, dafür brauchen wir die Bereitschaft zur Barmherzigkeit" appellierte der Bischof. Das Jahr gebe darüber hinaus die Gelegenheit Aufmerksamkeit voreinander neu zu üben.

Im Rahmen der Messe segnete Bischof Freistetter Fläschchen mit eigens aus Palästina importiertem Olivenöl. Dieses "Öl der Barmherzigkeit" wird an alle Militärpfarren in Österreich verschickt und soll im kommenden Jahr daran erinnern, dass nur durch eine gelebte Barmherzigkeit ein glaubwürdiges Zeugnis des barmherzigen Gottes gegeben werden kann.