Den ersten offiziellen Besuch statten die Drei Weisen aus dem Morgenland am 29. Dezember 2015 Kardinal Christoph Schönborn im erzbischöflichen Palais in Wien ab. Traditionell besuchen die Heiligen Drei Könige auch zahlreiche Vertreter aus Kirche und Politik. So sind sie bis Jahresende noch bei Bundespräsident Heinz Fischer (30. Dezember). Die ersten Besuche im neuen Jahr gelten Bundeskanzler Werner Faymann (5. Jänner) und Finanzminister Hans Jörg Schelling (7. Jänner). Einen Tag später, am 8. Jänner, tragen die Sternsinger am Vormittag ihre Botschaft zu Familienministerin Sophie Karmasin.
Zwei Drittel der rund 85.000 Sternsinger sind weiblich. Im Durchschnitt ersingt ein Kind bei seinem Einsatz rund 190 Euro. Geschätzte 42.000 Kilometer legen die Sternsinger in den nahezu 3.000 österreichischen Pfarren jedes Jahr zurück.
Mit den ersungenen Spenden - 16,2 Millionen Euro im Vorjahr, 380 Millionen Euro seit den Anfängen 1954/55 - werden jährlich 500 Projekte in 20 Entwicklungsländern in Asien, Afrika und Lateinamerika finanziert. Diesjähriges Schwerpunktland ist Indien. Anhand von zwei Beispielen zeigt die DKA wie die Spenden der Aktion im Nordosten des Landes verwendet werden.
Die DKA-Partnerorganisation "The ANT" setzt sich in Nordost-Indien für Kinder und ihre Familien in Dörfern ein und engagiert sich für ein friedvolles Miteinander der Volksgruppen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Anliegen der Kinder. Die Organisation sorgt dafür, dass Buben und Mädchen die Schule besuchen und auch wirklich abschließen. Das sei besonders wichtig, weil nur bessere Bildung den Weg aus der Armut und in eine bessere Zukunft ermöglicht.
Das Projekt "I-Card: Jugend schafft Zukunft" ist den Misings gewidmet, einer Volksgruppe in Nordost-Indien, deren Leben von Armut geprägt ist. Dementsprechend schlecht sei deren Versorgung mit Nahrungsmitteln, medizinischer Betreuung und ihre Bildungssituation: "Nur 15 % der Frauen und 35 % der Männer können lesen und schreiben. Viele und vor allem junge Misings finden keine Arbeit und haben kein Einkommen", beschreibt die DKA die Lage der Volksgruppe auf ihrer website.
"I-Card" ist ein Hilfsprojekt zur Selbsthilfe und setzt auf das Potential junger Menschen. Diese erhalten im Rahmen des Projekts Ausbildung und Beruftstraining. "Damit schaffen sich diese eine Basis für die Zukunft, sorgen aber auch für eine bessere Lebenssituation in den Dörfern der Misings."