Der Evangelist Lukas hat für den von ihm genannten Geburtsort Jesu eine Erklärung: „denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids“ (Lk 2,4).
König David selbst stammte nach 1 Sam 17,58 aus Betlehem, der Stadt, in der seine Urgroßmutter Rut – eine Moabiterin – ihren Mann Boas kennengelernt hatte (Rut 4,17).
Darauf bezieht sich Matthäus in seinem „Stammbaum Jesu Christi, des Sohnes Davids“ (Mt 1,1+5).
Bei ihm geben die Schriftgelehrten auf die Frage des Herodes, wo der Messias geboren werden müsse, als Antwort ein Zitat aus dem Propheten Micha (Mi 5,1 ff.;
Mt 2,6): in Betlehem.
Der nur bei Matthäus erzählte betlehemitische Kindermord verknüpft die Anweisung des Herodes, „in der ganzen Umgebung alle Knaben bis zum Alter von zwei Jahren zu töten“ (Mt 2,16) mit dem Befehl des Pharao, alle hebräischen Knaben zur Zeit der Geburt des Mose in den Nil zu werfen (Ex 1,22).
Auf die Geburt des Retters reagiert der Herrscher mit mörderischer Gewalt.
Schon dieser kurze Überblick zeigt, wie sehr die Geschichte Jesu mit dem Alten Testament verbunden ist.