Montag 11. Mai 2026

Schnellsuche auf der Website

28.12.2015

Hl. Stephanus: Diakone erneuerten Weiheversprechen am Stephanitag

Kardinal Schönborn feierte im Stephansdom mit verheirateten Diakonen und ihren Familien das Pontifikalamt zum Fest des Heiligen Stephanus

Im Wiener Stephansdom haben am Stephanitag zahlreiche Ständige Diakone aus der Erzdiözese Wien ihre Weiheversprechen erneuert. An der Festmesse mit Kardinal Christoph Schönborn am Stephanitag, 26. Dezember 2015, nahmen auch die Familien der verheirateten Diakone teil.

In seiner Predigt beim Pontifikalamt zum Fest des Heiligen Stephanus, der auch Patron der Wiener Domkirche und der Diakone ist, hob Kardinal Schönborn die Rolle des Stephanus bei der Bekehrung des späteren Völkerapostels Paulus hervor. Stephanus sei für Paulus zur "Pforte der Barmherzigkeit" geworden, meinte der Kardinal mit Blick auf das laufende Jahr der Barmherzigkeit.

 

Mitmenschen: Tore der Barmherzigkeit

Auf Wunsch des Papstes sind zum Heiligen Jahr in zahlreichen Kathedralen und Jubiläumskirche "Pforten der Barmherzigkeit" geöffnet worden. Kardinal Schönborn lud aber auch zum Nachdenken darüber ein, wer unter den Mitmenschen im eigenen Leben "so ein Stephanus ist, der mir durch seine Geduld, sein Mitleiden, seine Barmherzigkeit mir gegenüber, seine Güte, ein Tor der Barmherzigkeit öffnet". "Wie wunderbar ist es, daran zu denken, dass uns in unserem Leben solche Tore der Barmherzigkeit durch andere Menschen geöffnet werden", sagte Schönborn.

Der Stephansdom ist zwei Diakonen - dem Heiligen Stephanus und dem Heiligen Laurentius - geweiht, die als Märtyrer in die Geschichte eingegangen sind. Vor genau 45 Jahren, am 26. Dezember 1970, hatte der damalige Wiener Erzbischof Kardinal Franz König im Stephansdom die ersten Ständigen Diakone nach der Wiedereinführung durch das Zweite Vatikanische Konzil geweiht. Derzeit gibt es in ganz Österreich mehr als 650 Ständige Diakone.

Den festlichen Rahmen für den Gottesdienst gestalteten der Wiener Domchor und das Domorchester unter der Leitung von Domkapellmeister Markus Landerer mit der Großen Messe in c-moll von Wolfgang Amadeus Mozart. Musikalischer Schlusspunkt des Gottesdienstes war das "Halleluja" von Georg Friedrich Händel aus "Messiah".