Die Antwort ist so kurz wie lapidar: weil die Liturgiereform im Zuge des Zweiten Vatikanischen Konzils eben diese Entscheidung getroffen hat.
Die Verkürzung des katholischen Weihnachtsfestkreises von 2. Februar auf Sonntag nach Epiphanie (6. Jänner) bei gleichzeitiger Streichung der Oktav (13. Jänner) hatte keinen theologisch zwingenden Grund.
Sie schiebt nun einige Wochen „im Jahreskreis“ (liturgischen „Alltag“) zwischen die Festkreise von Weihnachten und Ostern.
Das am 40. Tag nach Christi Geburt angesetzte biblisch-christologische Fest der Begegnung (griech. „Hypapante“) im Tempel, wo Simeon und Hanna das Wirken des Messias prophezeien (Lk 2,21–40), war mit einer Lichterprozession verbunden.
Ihren in Rom inkulturierten Sühnecharakter (bis 1960: violette Farbe) hat die jüngste Liturgiereform ebenso korrigiert wie die in der Volksfrömmigkeit vorherrschende marianische Akzentverschiebung (Mä. Reinigung, Mä. Lichtmess) des ursprünglichen Herrenfestes.
Heute wird Darstellung des Herrn in loser Anbindung an, aber nicht eingebunden in die Weihnachtszeit begangen.