Dienstag 12. Mai 2026

Schnellsuche auf der Website

18.01.2016
Werner Kraus neuer Vorsitzender

Vorsitzwechsel im Verein österreichischer Jakobswege

Werner Kraus vom Jakobsweg Weinviertel neuer Vorsitzender.

Nach Toni Wintersteller aus Salzburg und Franz Renghofer aus dem Burgenland hat nun Werner Kraus aus Niederösterreich den Vorsitz übernommen.

 

Werner Kraus kommt aus Poysdorf und ist seit Jahren in der Interessensgemeinschaft Jakobsweg Weinviertel engagiert. Der Bankdirektor ist zertifizierter Pilgerbegleiter und wurde von der Generalversammlung am 13. Jänner 2016 in Wien gewählt. Neue stellvertretende Vorsitzende ist Christine Dittelbacher. Dem Vorstand gehört auch Leo Führer von der Pilgerpastoral der Erzdiözese Wien an.

 

Europaaktivitäten

Werner Kraus dankte Anton Wintersteller für seine vielen Aktivitäten in den letzten Jahren, der dabei Kontakte im In- und im Ausland geknüpft hat. Herausragend sei dabei “das europäische Projekt unter der Federführung der Schweiz, wo mit Deutschland ein EU-Förderprojekt über drei Länder eingereicht wurde“, so Kraus. Eingebunden wurden auch Tschechien, Polen, Ungarn und die Slowakei. Ziel des Projektes war eine gemeinsame Homepage die unter www.camino-europe.eu zu finden ist. Der Pilger soll hier durchgehend Weginformationen über mehrere Länder finden.

 

 

2015 kamen über 260.000 Pilger in Santiago de Compostela an

Der Jakobsweg zum Grab des heiligen Apostels Jakobus in Santiago de Compostela erlebt einen ungebrochenen Boom. Im Jahr 2015 bekamen 262.385 Pilgerinnen und Pilger, das sind 10,5% mehr gegenüber dem Vorjahr, im Pilgerbüro die begehrte "Compostela"-Urkunde. Für deren Erhalt müssen die Ankömmlinge mit Stempelfolgen im persönlichen Pilgerausweis belegen, mindestens die letzten 100 Kilometer bis zur Apostelstadt zu Fuß oder zu Pferd zurückgelegt zu haben.

 

Österreichs Jakobswege ebenfalls Gewinner des Pilgerbooms

Etwa 5.000 Jakobspilger waren zuletzt auf den österreichischen Hauptrouten unterwegs. Der Anteil jener, die in Santiago ihre Compostela-Urkunde abholen liegt etwa über 2.000 (knapp ein Prozent. Der Großteil der Jakobspilger gehen in ein bis zwei-Wochen-Etappen und nützen dazu auch verlängerte Wochenenden.

 

Erfreulich die internationale Herkunft der Österreich-Pilger darunter aus Südkorea, USA, Großbritannien, Spanien, Ungarn, Tschechen, Slowakei und Polen.

 

In Österreich wurde 2003 mit der Beschilderung und Neu-Bewerbung des Jakobsweges durch Tourismus und Kirche begonnen und 2015 mit „Zehn Jahre Eröffnung in Tirol und Salzburg“ gefeiert.

 

Seit fünf Jahren gibt es den erfolgreichen Abschnitt im Weinviertel von Drasenhofen nach Krems. Rund 2000 Pilger gehen inzwischen jährlich auf dieser Strecke.