Eine erste Unterscheidung trifft bereits das Neue Testament. Seit der Zeit der Kirchenväter, des Mittelalters bis hin zur Neuzeit und Gegenwart wird die Lehre von der „Unterscheidung der Geister“ behandelt und bearbeitet.
Dazu hat Marianne Schlosser, Professorin für Theologie der Spiritualität an der Universität Wien, maßgebliche Texte herausgegeben („Die Gabe der Unterscheidung“, EOS-Verlag).
Dabei sind u. a. zwei Fragen maßgeblich:
Anders formuliert: „Was bringt mich wirklich zu meinem Ziel“ und: „Was ist im religiösen Bereich echt, was ist unglaubwürdig, nur eingebildet oder gar bewusst vorgetäuscht?“
Die großen Lehrerinnen und Lehrer der Spiritualität kommen alle vor: Origenes, Cassian, Bernhard von Clairvaux, Thomas von Aquin, Caterina von Siena, Ignatius von Loyola, Teresa von Avila, Franz von Sales, Karl Rahner SJ und Hans Urs von Balthasar, um nur einige zu nennen.
So sagt Franz von Sales (1567-1622): „Die drei besten und sichersten Kennzeichen der echten Eingebungen sind:
Auch der große Prediger Bernardin von Siena (1380-1444) nennt drei wesentliche Punkte, um sich Klarheit zu verschaffen: