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31.01.2016
Angelus am Petersplatz am 31. Jänner 2016

Mädchen verliest Friedensbotschaft an Seite des Papstes

Beim Angelus-Gebet hat Papst Franziskus eine Schülerin mit einer Friedensbotschaft zu Wort kommen lassen.

Das Mädchen, Mitglied der Jugendorganisation "Katholische Aktion", erinnerte darin an das Schicksal von Kindern in Not- und Kriegsgebieten. Die heutige Situation in der Welt bereite vielen ihrer Altersgenossen Sorgen, so die Schülerin in ihrer vom Fenster der Papstwohnung im Apostolischen Palast aus verlesenen Botschaft. Der Papst lehre die Menschen, dass nur Vergebung den Frieden bringe, hieß es in dem Text. "Lieber Papst, führe uns weiter auf unserem Weg und wir werden weiter für Dich beten", so die junge Katholikin. Zu einer "Karawane des Friedens" waren 3.000 Mitglieder der "Katholischen Aktion", Eltern und Lehrer nach Rom gekommen.

 

Religion ist keine Investition ins Seelenheil

Religion darf nach den Worten von Papst Franziskus nicht nur mit der Hoffnung auf das eigene Seelenheil verbunden sein. Religion sei keine "menschliche Investition", sagte er bei seinem Mittagsgebet am Sonntag, 31. Jänner 2016 auf dem Petersplatz. Es gebe die Vorstellung, man könne mit Gott einen Vertrag abschließen um der eigenen Interessen willen. Gottes Liebe zu den Menschen äußere sich aber nicht auf diese Weise. In den Augen des Schöpfers sei es das einzige Privileg, keine Privilegien zu besitzen. Gott blicke auf jedes Wesen mit der gleichen Liebe; "er kommt uns entgegen, um uns an die Hand zu nehmen und uns aus dem Abgrund herauszuholen, in den unser Stolz uns gestoßen hat", so Franziskus. Diese Botschaft hätten seine Kritiker damals nicht hören wollen. Das Vertrauen in die göttliche Rettung sei aber heute genauso notwendig wie damals.

 

Solidarität mit Leprakranken

Papst Franziskus hat zur Hilfe für Leprakranke aufgerufen. Von dieser Krankheit seien vor allem die Ärmsten betroffen, unterstrich er beim Angelus-Gebet anlässlich des "Welt-Lepra-Tages". "Es ist wichtig, die Solidarität mit diesen Brüdern und Schwestern, die infolge dieser Krankheit Invalide bleiben, lebendig zu halten", so Franziskus. Er rief zum Gebet für die Opfer und ihre Helfer auf. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation erkranken jährlich rund 200.000 Menschen an Lepra, fast ausschließlich auf der Südhalbkugel. Die Krankheit ist heilbar. Seit 1954 wird der "Welt-Lepra-Tag" begangen, um an das Schicksal der Betroffenen zu erinnern.