Das Stift Klosterneuburg bewahrt in seiner Schatzkammer den Österreichischen Erzherzogshut, die auch als „Krone“ des Landes bezeichnet wird. Erzherzog Maximilian III. lies dieses Juwel 1616 anfertigen; es sollte das Erzherzogtum Österreich, das Kernland des Habsburgerreichs, repräsentieren. Er verfügte, dass der Erzherzogshut für immer im Stift Klosterneuburg aufbewahrt werden muss, in nächster Nähe der Reliquien des Heiligen Leopold, des Landespatrons von Österreich. Nur zur Erbhuldigung eines neuen Landesfürsten durch die österreichischen Stände in Wien, darf der Hut das Stift auf maximal drei Wochen verlassen – zuletzt geschah dies 1835. Seinen letzten offiziellen Auftritt hatte der Hut 1989 beim Begräbnis von Zita, der letzten Kaiserin von Österreich.
Eine Ausstellung ab 4. März 2016 dokumentiert die Geschichte und Bedeutung des Hutes. Vorgestellt werden die Personen des Stifters Maximilian III., Großmeister des Deutschen Ritterordens und Regent von Tirol und des Landesheiligen Leopold, des himmlischen Schutzherrn der Stiftung. „Erstmals behandeln wir die Erbhuldigung mit ihrem barocken Zeremoniell“, so die Kuratoren der Ausstellung Katja Brandes und Wolfgang Huber, „da die Erbhuldigungen für Joseph I., Karl VI. und Maria Theresia außerordentlich gut dokumentiert sind, kann man diese erlebbar Revue passieren lassen.“