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02.03.2016
Klare Mehrheit der Österreicher für Einhaltung der staatlichen EZA-Zusagen

NGO-Dachverband: Bevölkerung befürwortet mehr Entwicklungshilfe

AG Globale Verantwortung verweist auf jüngste Eurobarometer-Daten: Österreicher für Einhaltung der staatlichen EZA-Zusagen, sieben von zehn sehen in Hilfe auch effektive Maßnahme gegen "irreguläre Migration".

Auf eine Erhöhung der staatlichen Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit (EZA) pocht die AG Globale Verantwortung, der Dachverband der entwicklungspolitischen und humanitären Organisationen in Österreich. Die Österreicher befürworteten mehr Budget für Entwicklungshilfe und Armutsbekämpfung, betonte Geschäftsführerin Annelies Vilim am Mittwoch, 2. März 2016.

 

Als Beleg führte sie in einer Aussendung die jüngste Eurobarometer-Umfrage an. Demnach sind 86 Prozent der Österreicher der Ansicht, dass Entwicklungshilfe generell wichtig ist. 70 Prozent glauben zudem, dass Hilfe in Entwicklungsländern ein effektiver Weg zur Bewältigung sogenannter "irregulärer Migration" ist. Knapp jeder Zweite (46 Prozent) sprach sich bei der Befragung dafür aus, dass Österreich seine bereits getätigten Zusagen zur Hilfe für Entwicklungsländer einhält. Weitere 20 Prozent wollen zudem ausdrücklich eine stärkere Erhöhung der staatlichen EZA-Gelder. Für AG-Globale-Verantwortung-Geschäftsführerin Vilim sind dies "eindeutige Ergebnisse": "Die Tatsache, dass 66 Prozent der Meinung sind, dass wir unsere Verpflichtungen zur Erhöhung der Entwicklungshilfe einhalten sollten, stimmt mich positiv."

 

Ausdrücklich wandte sich Vilim gegen Vorschläge, Ausgaben in die EZA-Statistik einzurechnen, die nichts mit Armutsbekämpfung zu tun haben. Eine Umverteilung des staatlichen EZA-Budgets zur Bewältigung der Flüchtlingskrise in Österreich lehnt sie ab: "Es ist keine Frage des 'Entweder-oder', es sind beide Bereiche ausreichend zu budgetieren. Das ist der klare Auftrag der Österreicher an die Regierung", so die NGO-Vertreterin.