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Pilgern: Sieben Kirchen
Der Sonntag
09.03.2016

Pilgern: Sieben Kirchen

Die Pilger folgen einem alten römischen Brauch, der noch aus der Spätantike stammt. von Dr. Johannes Fürnkranz

Jedes Jahr in der Fastenzeit – so auch gestern – bricht die deutschsprachige Gemeinde in Rom zur sogenannten „Siebenkirchenwallfahrt“ auf:

 

 

 

 

Zu Fuß pilgern wir zu den sieben Hauptkirchen Roms,

  1. beginnend mit der Hl. Messe beim Petersdom
  2. über das Grab des Hl. Paulus in St. Paul vor den Mauern,
  3. San Sebastiano mit Mittagsrast auf dem Rasen der nahen Calixtuskatakomben,
  4. die Lateranbasilika – Bischofskirche des Papstes,
  5. Santa Croce in Gerusalemme mit den zahlreichen Reliquien vom Leidensweg Jesu,
  6. hin nach San Lorenzo (wo der Diözesanpatron von Wien, Stephanus, bestattet ist).
  7. In Santa Maria Maggiore schließlich endet der Pilgerweg mit dem Mariengruß (und mit nun doch schon etwas angestrengten Füßen).


Die Pilger folgen damit einem alten römischen Brauch, der noch aus der Spätantike stammt.

 

Für unsere Zeiten wiederbelebt wurde er vom Heiligen Philipp Neri: Dieser große römische Heilige des 16. Jahrhunderts wusste mit seiner fröhlichen Art zahlreiche Jugendliche (und nicht nur diese) für Christus zu begeistern.

 

Für sie gestaltete er die Wallfahrt, wie sie auch heute noch geschätzt wird: mit Gebet und mit Gesang. Und mit Picknick.


Übrigens: Haben Sie gewusst, dass das Oratorium des hl. Philipp Neri, das im 3. Bezirk die Pfarre St. Rochus und Sebastian betreut, aus dieser römischen Tradition heraus auch in Wien zu einer Siebenkirchenwallfahrt einlädt?

 

Heuer am 12. Mai abends…