Im "Newsletter" der Jesuitenkirche hatte P. Sperringer darauf verwiesen, dass P. Wallner vieles von dem ins Leben gerufen hatte, "was heute selbstverständlich zur Tradition des Pastoral- und Kulturzentrums Jesuitenkirche gehört". Darüber hinaus sei P. Wallner über Jahrzehnte ein Pionier der Rundfunkarbeit und des ökumenischen Dialogs gewesen.
Der
ORF erinnerte am Sonntagmorgen in der Sendung "Erfüllte Zeit" an P. Leo Wallner. In der Sendung war u.a. ein Beitrag von Wallner aus dem Jahr 1978 zu hören, in dem er über die Sorge angesichts der fallenden Neupriesterzahlen sprach.
Leo Wallner kam in Poysdorf zur Welt und trat 1950 in die Gesellschaft Jesu ein. Am 26. Juli 1961 wurde er zum Priester geweiht. Die legendäre "Mutter der Ökumene", Oberin Christine Gleixner, "entdeckte" ihn für die Medienarbeit. So wurde er einer der Mitbegründer der legendären ORF-Radio-Sendereihe "Ökumenische Morgenfeier", die ökumenisch wie medial Geschichte machte. 19 Jahre lang - von 1968 bis 1997 - gestaltete er die Reihe mit, gemeinsam mit evangelischen, orthodoxen und katholischen Kollegen baute er dabei Brücken zwischen den christlichen Kirchen. Als geistlicher Assistent kirchlicher Medieneinrichtungen (Katholisches Zentrum für Massenkommunikation, Medienstelle der Erzdiözese Wien) trug er Jahrzehnte hindurch Mitverantwortung für die Zusammenarbeit zwischen dem ORF und der katholischen Kirche.