Der Wiener Erzbischof, Kardinal Christoph Schönborn, hat zum Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit aufgerufen. Den "Frieden in der Welt wachsen zu lassen" sei die "besondere Berufung" der Christen in der Welt, betonte der Erzbischof am Montagabend, 21. März 2016 bei der Chrisammesse im Wiener Stephansdom vor Hunderten Gläubigen, Ordensleuten und Priestern der Erzdiözese. Als Vorbild diene Jesus Christus, "der der Welt Frieden und Gerechtigkeit bringt. Das dürfen wir auch bekennen, dazu dürfen wir stehen, das dürfen wir anderen weitersagen".
Kardinal Schönborn verwies zugleich auf die Gefahr, die mit der Nachfolge Jesu einhergehen könne. "Keine Religion wird im Moment so verfolgt wie die Christen in der ganzen Welt." Besonders beeindruckt habe ihn die Geschichte eines jungen muslimischen Ehepaars, das die Reise nach Österreich auf sich genommen hatte, um hier die Taufe zu empfangen. "Sie sind dann in ihr Heimatland zurück, trotz aller Gefahr, die dort Konvertiten droht." Die Bereitschaft "auch wirklich mit ihm zu gehen, ihm zu dienen und ihn zu hören", werde so zum "Kostbarsten", das wir Jesus geben könnten.
Die Weihe der heiligen Öle bei der Chrisammesse bringt zu Beginn der Karwoche Priester, Diakone und Gläubige der Diözesen im jeweiligen Dom zusammen. Die Priester und Diakone erneuern dabei ihr Versprechen zum Dienst in der Kirche während die anwesenden Gläubigen die Weihe der Heiligen Öle mitfeiern. Es sind jene Öle, die während des Jahres in den Pfarren bei Taufen, Firmungen und Krankensalbungen verwendet werden. Papst Franziskus feiert die Chrisammesse am Donnerstag, 24. März, um 9.30 Uhr im Petersdom.